Yahoos Online-Medienkiosk “Livestand”
Nach der Entlassung der ehemaligen Yahoo-Chefin, Carol Bartz, muss das Unternehmen neue Möglichkeiten ausarbeiten, um das anhaltende Tief zu überwinden. Aktuell arbeitet Yahoo an einer neuen Software für Tablet-PC, dem Online-Medienkiosk “Livestand”. Blake Irving, der Produktionschef von Yahoo hofft, dass möglichst viele Verlage ihre Medienerzeugnisse dort anbieten und die Verbindung von Online-Kiosk und verschiedenen Yahoo-Diensten, neue Kunden bringt. Geld verdienen will Yahoo dort vorrangig über Werbekunden und Zusatzfeatures ihrer E-Mail-Dienste. Blake Irving: “Der Verwaltungsrat möchte mehr Umsatzwachstum sehen. Das ist das, was wir versuchen umzusetzen.” Bei Yahoo, einst die größte Suchmaschine im Internet, kriselt es seit Jahren. In den vergangenen Monaten trennte sich das Unternehmen von mehreren, nicht gewinnbringenden Beteiligungen und Produkten. Trotzdem gelang ihnen dadurch keine Gewinnsteigerung. Statt dessen sank ihr Gewinn um zwei Prozent. Dies hofft die Firma jetzt mit dem neuen Online-Kiosk ändern zu können. Erste Sondierungsgespräche mit dem US-amerikanischen Verlag Conde Nast, der angekündigt hatte, vorläufig keine weiteren Apps für den Apple-Store produzieren zu wollen, fanden bereits statt. Yahoo plant auf “Livestand”, mit Hilfe einer umfangreichen Datenauswertung, individuell auf die Kunden zugeschnittene Werbung anzuzeigen. An diesen Werbeeinnahmen sollen die Verlage beteiligt werden, womit sich die Firma auch das Interesse größerer Verlage sichern will. “Wir würden das nicht machen, wenn wir nicht glauben würden, dass wir dadurch unseren Umsatz steigern könnten”, erklärt Blake Irving und hofft, dass er mehr Erfolg haben wird, als seine Vorgängerin.
