Ultimate Online Theme Kitchen (Quelle: Google, Stock.Xnchg)

Ein Vorteil des Android OS sind sicherlich seine zahlreichen Möglichkeiten zur Individualisierung des Betriebssystems. Mittels Custom Rom oder Mods kann man schon das Aussehen seines Android Gerätes ändern. Wem aber die Oberflächen der Custom Roms, Mods oder auch der Hersteller nicht hundertprozentig gefallen, der sollte sich als Koch in Ultimate Online Theme Kitchen (UOT Kitchen) probieren. Mittels dieses Online-Tools kann zum Beispiel die Akkuanzeige, die Icons oder das komplette Notification Center ändern kann. Gerade die Akku-Anzeige ist bei den Hersteller-Oberflächen oftmals suboptimal. Mit Hilfe des Tools kann man so eine Akkuanzeige in Prozent erhalten. Dafür stehen insgesamt verschiedene Grafiken und Einstellungen zur Verfügung. Momentan bietet Ultimate Online Theme Kitchen vollen Funktionsumfang bis zu den Android Gingerbread Versionen. Bei Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich werden momentan nur die Batterie-Anzeige, Icons und der Boot-Bildschirm unterstützt.

Grundvoraussetzung für dieses Abändern der Benutzeroberfläche ist, dass das Android Gerät gerootet ist und ihr dadurch vollen Zugriff auch auf die Systemordner erlangt. Zuerst müsst ihr die beiden Systemprogramme framework-res.apk und systemUI.apk in einen Ordner kopieren, auf den ihr über USB von eurem Computer Zugriff habt. Die framework-res.apk findet ihr unter /system/framework/ und die systemUI.apk liegt im Ordner /system/app/. Für das Kopieren nutzt ihr einen Dateimanager wie den ES Datei Explorer oder den Root Explorer. Wichtig dabei ist, dass ihr diese Dateien nicht ausschneidet oder sie sogar löscht. Nachdem ihr die beiden Dateien in den Ordner kopiert habt, verbindet euer Android Gerät mit eurem PC und kopiert die beiden Dateien auf den Rechner.

Im nächsten Schritt müsst ihr die Webseite von Ultimate Online Theme Kitchen aufrufen. Auf der Webseite findet ihr folgende zehn Reiter:

  • Battery
  • Icons
  • Status bar
  • Popup
  • Lockscreen
  • Window
  • Fonts
  • Bootanimation
  • File upload
  • Summary

Mit dem ersten Registerreiter „Battery“ könnt ihr die Batterieanzeige ändern. Dafür müsst ihr zuerst diesen Teil des Tools durch einen Haken bei „use this mod“ aktivieren. Anschließend könnt ihr zwischen einer vorgefertigten Batterieanzeige oder einer selbst generierten Anzeige wählen. Bei der genierten Anzeige könnt ihr erst mal das allgemeine Icon und das Aussehen bei Aufladen festlegen und die Farben der Batterieanzeige bestimmen. Bei allen Registerreitern, die eine Veränderung des Aussehens bewirken, gibt es zudem eine Voranschau. So könnt ihr eure Veränderung direkt bewundern und anpassen. Dafür müsst ihr nur auf den Button „Generate preview“ klicken.

Unter dem zweiten Registerreiter kann man die Icons wie Statusbalken des Mobilfunknetzes, Kopfhörer oder WLAN-Symbol verändern. Auch dieses wird mittels „use this mod“ aktiviert. Mit dieser Aktivierung habt ihr somit die Möglichkeit, nur den Teil zu bearbeiten, den ihr auch ändern wollt. Die anderen Tools lasst ihr dann deaktiviert und müssen Euch nicht weiter interessieren. Bei den Icon habt ihr die Wahl zwischen „themed icon sets“ und „custom icon sets“. Über diesem Register könnt ihr so zum Beispiel die Icons der Statusbar oder des Lockscreens verändern. Dafür stehen einige vorgefertigte Grafiken zur Verfügung.

Der dritte Reiter bietet Euch die Möglichkeit eure Statusbar und das Notification Center zu ersetzen. Dafür müsst ihr zuerst die Displayauflösung eures Smartphones auswählen und dann stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, die den Hintergrund, den Aufbau oder die Benachrichtigungen anpassen. Hier kann man sich richtig austoben und eine sehr individuelle und einzigartige Statusbar entwerfen. Unter den nächsten Reiter findet ihr Möglichkeit zur Anpassung des Popup-Fensters, der Anzeige beim Überscrollen oder der Ladebildschirme.

Unter der Option Lockscreen könnt ihr den Sperrbildschirm und dessen Möglichkeiten zum Entsperren anpassen. Im Feld Windows verändert ihr das Verhalten der Fenster beim Erscheinen. Mit Font könnt ihr die Schriftart eures Android Smartphones euren Wünschen anpassen und mit dem Reiter Bootanimation könnt ihr den Bildschirm, der beim Booten des Gerätes erscheint, verändern.

Der vorletzte Registerreiter File upload bewirkt nun keine Veränderungen mehr. Hier wählt ihr unter „Select your rom from kitchen’s list, or upload your own files“ die Option „Upload system files“. Diejenigen, die auf ihren Smartphone die Custom Rom CyanogenMod 7 nutzen und aus den Veränderungen ein Theme erstellen bzw. anpassen wollen, wählen die Option „Upload CM7 theme“. Anschließend ladet ihr unter „Select File“ bei „framework-res.apk“ die framework-res.apk, die ihr auf euren PC kopiert habt. Den Schritt wiederholt ihr mit der „SystemUI.apk“. Nutzer einer TouchWiz oder Sense Gingerbread Oberfläche müssen jeweils eine zusätzliche Datei hochladen. Auch diese Systemprogramme ladet ihr wie oben beschrieben zuerst auf euren PC. Bei der Sense Oberfläche müsst ihr so die „com.htc.resources.apk“. TouchWiz Nutzer benötigen die „twframework-res.apk“. Wenn ihr eine Datei auswählt und hochladet, erscheint unter dem „Select File“ Button ein blauer Ladebalken. Wichtig ist, dass ihr solange eine Datei hochgeladen wird, keine zweite Systemapp uploadet.

Unter „Select flashable zip scripting“ können Anwender, die das Recovery-Tool ClockworkMod 3.x auf ihren Androiden haben entsprechend ihres Smartphones eine Option wählen:

  • Type MTD – HTC Desire oder Smartphones mit demselben Systemaufbau
  • Type EMMC – HTC Wildfire oder Smartphones mit demselben Systemaufbau
  • Type Galaxy – Samsung Galaxy Ace oder Smartphones mit demselben Systemaufbau
  • Type Optimus – LG Optimus 2x oder Smartphones mit demselben Systemaufbau

So müssen beim Galaxy S2 die Nutzer einer Version bis 2.3.x Type Galaxy auswählen. Ab Android 4.0 wählen die Galaxy S2 Besitzer Type EMMC. Im xda Forum findet man zu einigen Smartphones die genauen Angaben. Wenn beim Flashen die Fehlermeldung „no changes, error 0“ erscheint, dann wählt in diesem Punkt einfach eine andere Möglichkeit aus. Für ältere Recovery Varianten gibt es die Option „Amend scripting“. Patch9 autofix lasst ihr aktiviert. Wer eine ThemeChooser Vorschau haben möchte, aktiviert die entsprechende Option.

Unter „Summary“ bekommt ihr noch eine Zusammenfassung eurer Änderungen. Sollte ein Mod eine orange Hintergrundfarbe besitzen, dann habt ihr in diesen Teil die Einstellungen noch nicht komplett abgeschlossen. Wenn alle Änderungen mit grün bestätigt wurden, könnt ihr mit dem Button „Submit work to kitchen“ bestätigen und nun wird gekocht. Ihr bekommt zudem angezeigt, welchen Dateinamen eure Custom-Zip bekommt. Nach zirka 10 Minuten steht auf der „Pickup Page“ diese Datei zum Download bereit. Dieses zip-File kopiert ihr nun wieder auf eurer Smartphone und flasht es mit Hilfe des ClockworkMod Tools. Dazu wählt ihr die Option „Flash update“. Nach einem Neustart werdet ihr mit eurer eigenen Android Oberfläche begrüßt.

Das Nutzen der UOT Kitchen ist auf einige Gefahr. Am besten erstellt ihr vor dem Flashen ein Backup eurer jetzigen Version. Es empfiehlt sich auch mit einer kleinen Änderungen zu beginnen.

Hier kommt ihr direkt zur Ultimate Online Theme Kitchen: Link