Die neue Razr-Modellreihe (Quelle: Motorola)

Kaum hatte letzte Woche Nokia seine neuen Modelle Lumia 820 und Lumia 920 präsentiert, zeigte Motorola in den USA seine neue Razr-Reihe. Motorola Mobility, das nun zum Android-Mutterkonzern Google gehört, präsentierte im Rahmen der Vorstellung drei neue Modelle: das Droid Razr HD, das Droid Razr Maxx HD und das etwas kleinere Droid Razr M. Das amerikanische Unternehmen setzt bei den vorgestellten Modellen auf lange Batterielaufzeiten und große, fast randlose Displays. In den USA werden die drei Smartphones exklusiv über den Netzbetreiber Verizon Wireless vertrieben. In welcher Form und ob die Modelle auch nach Deutschland kommen steht somit noch nicht fest.

Das Razr HD und das Razr Maxx HD besitzen ein 4,7 Zoll großes, besonders farbkräftiges Display mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Schon im Vorfeld der Präsentation gab es einige Gerüchte zu möglichen Smartphones von Motorola, die angeblich ein komplett randloses Display besitzen sollen. Dieses Gerücht wurde mit der Vorstellung der Produktreihe speziell durch das Razr M nun bestätigt und stellt eine wesentliche Neuerung dar. Trotz einer Displaygröße von 4,3 Zoll beim Razr M soll dieses Modell dank der fast randlosen Bauweise kaum größer als das iPhone sein, das in der aktuellen Ausfertigung nur einen 3,5 Zoll Bildschirm besitzt. Bei den beiden größeren Modellen wurde diese Bauweise noch nicht konsequent umgesetzt

Das Droid Razr HD sowie sein etwas größerer Bruder das Razr Maxx HD nutzen einen Dual-Core Prozessor von Qualcomm mit 1,5 GHz. Beide Geräte verfügen über eine Kamera mit 8 Megapixeln. Die Frontkamera arbeitet mit 1,3 Megapixel. Das Razr Maxx HD läuft mit einem 2500 mAh Akku. Trotz des leistungsstarken Akkus bleibt das Smartphone mit einer Dicke von 8,4 Millimetern doch noch recht schlank. Die etwas größere Variante als Maxx HD hat mit 3.000 mAh den leistungsstärkeren Akku und besitzt einen internen Speicher von 32 GB. Dafür ist das Maxx-Modell dann auch einen Millimeter dicker. Beide Geräte besitzen einen Arbeitsspeicher mit 1GB und unterstützen den neuen Mobilfunkstandard LTE. Bei Abmessungen von 67,9 x 131,9 x 8,4 mm wiegt das Razr HD 146 Gramm.

Als dritten Neuling präsentierte Motorola das Droid Razr M. Der 4,3 Zoll große AMOLED-Bildschirm arbeitet in einer Auflösung von 540 x 960 Pixel. Auch bei diesem Modell kommt der 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor von Qualcomm zum Einsatz, der von 1 GB RAM unterstützt wird. Eine hintere Kamera mit 8 Megapixeln, ein 2000 mAh Akku und 8 GB als interner Speicher runden die technischen Daten ab. Auch dieses Modell unterstützt LTE. Man kann aber erst mal davon ausgehen, dass die drei Razr Smartphones vermutlich nur im US-LTE-Band mit 700 MHz arbeiten werden. Ob die europäischen LTE-Funkfrequenzen unterstützt werden, ist leider zurzeit nicht ersichtlich.

Alle drei Razr-Modelle nutzen als Betriebssystem Android 4.0, das mit der firmeneigenen Oberfläche angepasst wird. Ein Update auf 4.1 alias Jelly Bean will Motorola noch in diesem Jahr bereitstellen. Bei diesen drei Smartphones wird erstmals der Chrome-Browser als Standard-Browser ausgeliefert. Ob diese Regelung zukünftig für alle Android Produkte gilt, bliebt abzuwarten. Im Rahmen der Vorstellung gab Google-Chairman Eric Schmidt Informationen zur Verbreitung des Android Betriebssystem preis. Laut letzten internen Statistiken würden pro Tag bis zu 1,3 Millionen Android-Telefone aktiviert werden.

Vor dem Beginn des Weihnachtsgeschäfts präsentieren einige namhafte Hersteller ihre Neuheiten, so auch Apple sein iPhone 5 am 12.09.2012. Es gab leider keine Informationen zu einen europäischen Release der neuen Razr-Reihe. Jedoch findet am 18. September ein Motorola-Event am 18. September in London statt. Auf der Seite Pocket-Lint wird vermutet, dass Motorola Mobility das Razr mit einem Intel-Prozessor für den europäischen Markt präsentieren wird. Schon Anfang des Jahres wurden Android-Smartphone mit Intel-Prozessor angekündigt. Durch die fehlende LTE-Unterstützung des aktuellen Intel Atom-Prozessor fiel dieser bei Wahl für den US-Markt wohl noch aus. Aufgrund der Tatsache, dass das LTE Netz in Europa noch in den Kinderschuhen steckt, könnte der Intel-Prozessor für die internationalen Modelle der neuen Razr-Serie zum Einsatz kommen.

Quelle: Phonedog.com