Der chinesische Telefonhersteller ZTE, will im kommenden Jahr eigene Handys und Tablet-PCs stärker auf dem Weltmarkt etablieren. Bisher liegt ZTE bei einem Weltmarktanteil von 3,2 Prozent. Jetzt rüstet sich das Unternehmen für den Konkurrenzkampf auf dem PC- und Handymarkt. “Wir wollen LG überholen”, erklärt der ZTE-Geschäftsführer des Schweizer Betriebsteils, Xiao Ming. 2011 verkaufte die Firma 300.000 Händys und Modems. 2012 wollen sie die Zahl auf 400.000 erhöhen. Ming: “Wir werden ab Jahresbeginn massiv unsere Eigenmarke bewerben.” Bisher arbeitete ZTE großteils als Zulieferer für Firmen wie Red Bull Mobile, Orange oder A1 und verkauften Handys unter dem Namen dieser Unternehmen. Das will Xia Ming jetzt ändern. Allerdings hat sich ZTE bereits eine Menge rechtlichen Ärger eingehandelt. In Westeuropa laufen etliche Patentrechtsklagen gegen die Firma. So klagt der Konzern Ericsson bereits in Deutschland, Italien und Großbritannien gegen die Verletzung von Urheberrechten. Weitere Klagen von Microsoft sind derzeit in Arbeit. Microsoft wirft ZTE vor, ihre Smartphones mit dem Betriebssystem Android ausgestattet zu haben. Dieses beinhaltet Patentrechtsverletzungen, für die Microsoft jetzt von allen Android-Nutzern Gebühren fordert. Firmen wie Samsung und HTC müssen dafür bis zu acht US-Dollar pro Handy an Microsoft zahlen. Inzwischen wurden erste Verhandlungen zwischen ZTE und Microsoft eingeleitet und Xiao Ming geht davon aus, dass auch diese Hürde bald überwunden ist. Europa zählt auf dem Handy- und PC-Markt als Risikogebiet. Um die teuren Patentklagen zu vermeiden, hat ZTE damit begonnen, selbst Patenteinreichungen vorzunehmen. 35.000 Patente meldete das Unternehmen bisher an.