WeTab

Der Tablet-Flop des Jahres 2010

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Es war angekündigt worden als der größte Herausforderer für Apples iPad und war mit dem Namen schon nah dran – das WeTab, welches zunächst WePad hieß. Um einem möglichen Problem mit Apple aus dem Wege zu gehen, wurde der Name geändert.

Die Firma Neofonie aus Berlin und die 4tiitoo Aktiengesellschaft mit Sitz in München wollten gemeinsam einen Tablet-PC auf den Markt bringen, welcher nicht nur günstiger sein sollte als das iPad-Gerät, sondern auch mit Funktionen wie Kamera, GPS und WLAN bei den Kaufinteressenten punkten sollte. Auf der Webseite von 4tiitoo wird auf der ersten deutschsprachigen Seite ein Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry gezeigt, welches besagt: „Die Technik entwickelt sich vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen.“. Das WeTab entpuppte sich schließlich als kompliziert, das Marketing-Konzept als primitiv und der Chef der Firma, Helmut Hoffer von Ankershoffen, als zu einfach für dieses Geschäft. Als dieser den tragbaren PC im April einer neugierigen Ansammlung von Journalisten vorstellte, geschah dieses nach dem Motto einer Fernseh-Werbung: „Nur angucken, nicht anfassen!“. Der Grund dafür wurde einen Tag später durch Neofonie offengelegt. Das WeTab sollte ursprünglich mit Googles Android Betriebssystem ausgestattet sein. Der Prototyp den Herr Hoffer von Ankershoffen nicht aus der Hand geben wollte, war mit dem Windows-Betriebssystem ausgerüstet und die Präsentation auf dem WeTab war lediglich eine Video-Abspielung.

Diese peinliche Aktion und eine weitere in der der Neofonie-Chef Rezensionen auf Amazon unter falschem Namen veröffentlichte, kosteten ihn am Ende den Chefposten und dem WeTab eine peinliche Presse.

WeTab – Testurteil “nicht ausgereift”

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Es wurde viel geschrieben über den angeblichen Konkurrenten zu Apples iPad. Der Start verlief alles andere als positiv und die peinliche Präsentation des WeTab mit integrierter Windows-Fehlermeldung und gar eine unter falschem Namen abgegebene Rezension bei Amazon brachten das lächerliche Spiel des mittlerweile entlassenen Geschäftsführers zum Erliegen.

Die Stiftung Warentest hat das WeTab nun ausgiebig getestet und kommt zu dem Urteil “Viel Geld für wenig Nutzen”. Eine echte Alternative zum iPad ist das Tablet keineswegs. Abstürze, schlechter Akku und wenig Apps sorgen für Ärgernisse beim Nutzer. Unter den genannten Voraussetzungen sollte man sich bei der Wahl eines Tablet-PCs nach anderen Alternativen, wie beispielsweise das Samsung Galaxy Tab, umschauen. Soll das WeTab ein echter Konkurrent zum iPad werden, so wartet noch viel Arbeit. Die meisten Probleme sind softwarebedingt. Wenn die Macher hier nun kräftig reinhauen und ordentlich mit Updates nachlegen, könnte man das Ruder vielleicht nochmal herumreißen - vielleicht.

Nachfolgend noch ein WeTab-Test von Golem:

Holpriger Verkaufsstart des Wetab

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Es wurde als der große iPad-Konkurrent angepriesen, doch das von Hersteller Neofonie herausgebrachte WeTab ist alles andere. Seit April warten Fans des Tablet-PCs auf den Verkaufstart. Auf der Fanseite bei Facebook kann man jedoch bereits nachlesen, dass viele Käufer ihr Gerät wieder zurück geben wollen, da angekündigte Funktionen nicht vorhanden sind oder nicht funktionieren. Beispielsweise kündigte Neofonie an, dass es sich bei dem WeTab um ein Multitouch-Gerät handelt. Die von den Smartphones bekannte Funktion bietet dem Nutzer die Möglichkeit schnell und unkompliziert Bilder oder Webseiten mit zwei Fingern größer zu zoomen. Die Funktion fehlt jedoch. Auch beim Gewicht scheint Neofonie geschummelt zu haben – die teure Variante des WeTab wiegt über ein Kilogramm, also knapp 300 Gramm mehr als Apples iPad. Wie es scheint ist der erste iPad-Konkurrent mit seinem Gerät gescheitert. Es bleibt abzuwarten, was die angekündigten Updates des WeTab für Veränderungen bringt. Auf Kunden-Rückgaben müssen sich Media Markt und Amazon schon einmal einstellen.

WeTab lebt! Ab September bei Media Markt

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Der unter dem Namen WebTab bekannte Tablet-PC WeTab wird ab dem 19. September in den Filialen des Media Marktes zu kaufen sein. Der Preis liegt bei 449,- Euro, die 3G Variante ist für 569,- Euro zu erhalten. Schon jetzt kann man sich das WeTab auf der Internetseite von Media Markt vorbestellen. Die Basis-Variante des WeTab ist mit 16 Gigabyte Speicherplatz ausgestattet, das 3G-Modell verfügt über einen 32 GB Speicher. Das Tablet kann jedoch auch mit einer SD-Karte auf zusätzliche 32 Gigabyte vergrößert werden. Mit dem angebotenen Tablet-PC lassen sich Videos in HD-Qualität wiedergeben und es verfügt über WLAN. Das Multitouch-Display ist 11,6 Zoll groß und wird als Widescreen ausgeliefert. Über einen vorhandenen USB-Anschluss lässt sich zudem eine externe Festplatte anschließen. Auch eine Webcam fehlt bei dem Gerät nicht. Zwar ist diese nur mit 1,3 Megapixel ausgestattet, aber für Videochats reicht es aus. Als Betriebssystem gibt Media Markt das WeTab OS an, welches unbegrenzte Möglichkeiten bieten soll.

Weitere Applikationen wie beispielsweise Mediaplayer, Webradio oder Spiele runden den Betrieb des WeTab ab.

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