E-Books
Amazon plant E-Book-Verleih
0Das Internetkaufhaus Amazon plant E-Books zukünftig auch zu verleihen. Derzeit verhandelt das Unternehmen mit verschiedenen Verlagen über diese Option, wie in der Online-Ausgabe des “Wall Street Journal’s” berichtet wird. Bisher reagieren die Verlage eher skeptisch auf die Idee da sie befürchten, dass ein Verleih den Wert ihrer Bücher schmälern und sie weniger verkaufen würden. Amazon bietet an, nur ältere Ausgaben zu verleihen und die Verlage an der Leihgebühr zu beteiligen. Da der Verkauf von Printmedien durch den Erfolg des Internet leidet, wäre es zumindest eine Möglichkeit, die zu testen sich lohnt. Inzwischen verkauft Amazon in den USA schon mehr E-Books, als gedruckte Bücher – ein Erfolg, der durch das Kindle-Lesegerätes, für das seit Frühjahr auch deutschsprachige Bücher angeboten werden, sicher weiter wachsen wird. Schon durch den günstigeren Vertrieb von E-Books im Vergleich mit Printmedien, werden sich elektronische Bücher langfristig gegen die herkömmlichen, gedruckten Werke durchsetzen.
iPad: Katerstimmung bei den Verlagen
0Die kurzzeitige Euphorie die das Verlagswesen nach Einführung des iPad erfasste, ist inzwischen Ernüchterung gewichen. Noch im vergangenen Jahr pries der Vorstand des Axel Springer Verlags, Matthias Döpfner, die Erfindung des iPad als neue Chance für Zeitungsverlage. Döpfner: ” Jeder Verleger sollte sich einmal am Tag hinsetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass er mit diesem Gerät die Verlagsindustrie rettet”. Mit Hilfe des Tablet-PC hofften die Verleger, ihre schwindenden Kunden zurück zu gewinnen. Durch die auf den Tablets bereit gestellten App-Store, können und müssen, wenn sie eine Zeitung komplett lesen wollen, die User ein Abonnement kaufen. Eine aktuelle Umfrage unter Tablet-Besitzern ergab, dass tatsächlich fast siebzig Prozent von ihnen angaben, über das Tablet auch zahlungspflichtige Zeitungen zu lesen. Was für die Verleger bisher am schwersten zu verdauen ist, sind die von Apple verlangten 30 Prozent Provisionsanteil für jedes Abo, was die Gewinne der Verlage erheblich schmählert, wenn der Kundenstamm nicht wächst. Bisher ist es jedoch eher so, dass der Zugewinn an Tabletlesern mit einer Reduzierung der Leser der Printausgaben einhergeht. Josef Trappel, von der Salzburger Universität bezweifelt, dass durch die Tablet-PC hauptsächlich neue Leser angesprochen würden, wie der Axel Springer Verlag hoffte und noch immer insistiert. Trappel: “Dass die Applikationen auf mobilen Endgeräten vorwiegend neue Leser anspricht – dieser Beweis ist nicht erbracht….ökonomisch spielt dieser neue Markt leider immer noch eine geringe Rolle.”
Tablet-PC eine Chance für die Zeitungsverleger
0Der Siegeszug des Tablet nutzt auch den Zeitungsverlagen, wie eine Untersuchung der Springer-Verlags-Tochter, der Axel Springer Media Impact, ergab. Mehr als 700 iPad-Besitzer wurden im Rahmen der Untersuchung befragt. Daraus ergab sich, das 76 Prozent aller iPad-Nutzer angaben, in gesicherten finanziellen Verhältnissen zu leben. Rund 70 Prozent verfügen über einen höheren Bildungsabschluss. Dass führt unter anderem dazu, dass iPad-Besitzer auch überdurchschnittlich oft auf dem Tablet-PC Zeitungen und Zeitschriften lesen. Positiv für den Verlag war auch, dass 68 Prozent der Befragten angaben, seit der Nutzung eines iPads auch Zeitungen und Magazine zu lesen, die sie bisher als Printmedium nicht gewählt hatten. Fast viereinhalb Stunden pro Woche werden auf dem iPad im Schnitt kostenpflichtige Zeitungen gelesen. 62 Prozent gaben bei der Befragung an, dass ihnen das lesen auf dem iPad mehr Spaß macht, als mit klassischen Zeitschriften und 78 Prozent glauben, irgendwann ausschließlich auf Internetmedien umzusteigen. Das wirkt sich auch positiv auf die Werbung im Internet aus. Als “hochattraktiv” für Werbetreibende bezeichnete die Axel Springer Media Impact das iPad als Werbeplattform. Die Befragung ergab nämlich unter anderem, dass rund 43 Prozent der Nutzer auch bewusst auf Werbeanzeigen klicken und sich die Webseite des jeweiligen Produktes ansehen. ” Damit wird Werbung auf dem Tablet-PC nicht nur aktiv genutzt, sondern animiert auch zum realen Kauf”, so das Fazit der Untersuchung. Vergessen werden sollte dabei allerdings auch nicht, dass dies eine vorübergehende Erscheinung ist, die viel damit zu tun hat, dass es sich bei den Tablet-PC’s um eine recht junge Technik handelt. Ist daraus erst einmal ein normaler Gebrauchsgegenstand geworden, wird auch hier die Werbung eher als lästig empfunden und gemieden werden.
Springer will App-Store Konkurrenz aufbauen
0Der Chef der Springer-Presse ist nach Angaben des „Handelsblatt“ so verärgert über die von Apple verlangte Provision für den iPad-App-Store, dass er beschlossen hat, eine eigene digitale Verkaufsplattform ins Leben zu rufen. Das „iKiosk“ soll nicht nur Springer-Ware beinhalten, sondern auch für Konkurrenzblätter zugänglich sein. “Voraussichtlich im Spätsommer werden wir den iKiosk auch für andere Verlage und deren Angebote öffnen”, versprach der zuständige Springer-Manager Georg Konjovic, in einem Interview mit dem „Handelsblatt“. Davon verspricht sich das Verlagsunternehmen einen Anstieg der Abonements von digitalen Zeitungen und Zeitschriften für Tablet-PC’s. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen dem Springer- und dem Burdaverlag, die Konjovic als „sehr konstruktiv“ bezeichnete. Sprecher des Burda-Verlags bestätigten dies und lobten die Pläne als „interessante Initiative“.
Apple hatte eine Provision in Höhe von über 30 Prozent für jedes Abo gefordert, dass über den App-Store zustande kommen würde. Auch der Springer-Verlag will die Plattform nicht kostenlos zur Verfügung stellen, aber; “Wir werden von den Verlagen eine Transaktionsgebühr für die Integration in den iKiosk verlangen, die jedoch weit unter den Apple-Gebühren liegt”
iPad-Nutzer lesen weniger
0Mit einem Blickrichtungs-Tracking hat das Beratungsunternehmen “Miratech” das Leseverhalten von Usern untersucht. Dabei stellten sie fest, dass vor allem iPads die Nutzer zu einem flüchtigeren, oberflächlichen Lesen animieren. Das spiegelt sich auch in der Merkfähigkeit nieder. Zeitungsleser merken sich die Inhalte der gelesenen Artikel wesentlich besser und sind eher in der Lage den Inhalt wieder zu geben, als Tablet-Leser, die die Texte nur überfliegen. Studienteilnehmer die Artikel auf einem Tablet-PC gelesen hatten, konnten im Anschluss nur 70 Prozent des Inhaltes wiedergeben – Zeitungsleser dagegen 90 Prozent. Es zeigte sich auch, dass kompliziertere und längere Artikel auf iPads nur schwer lesbar sind und die Testpersonen dafür mehr Zeit aufwenden mussten, als diejenigen Personen, die Artikel in einer normalen Zeitung lesen sollten. Eine weitere Untersuchung unter Spitzenverdienern lässt ebenfalls vermuten, dass die neue Technik nicht unbedingt hilfreich ist. Fast alle Smartphone- und Tabletbesitzer gaben an, dass sie die neuen Geräte zwar nicht missen möchten, ihr Leben dadurch allerdings auch komplizierter geworden ist, da sehr viele neue Fertigkeiten erlernt werden müssten.
Zeitungen auf dem iPad sind in Mode
0Neueste Untersuchungen der Axel Springer Media Impact haben ergeben, dass immer mehr Menschen das iPad zum lesen für Zeitungen und Zeitschriften nutzen. Eine Umfrage ergab, das 52 Prozent öfter Zeitungen oder Zeitschriften lesen, seit sie ein iPad besitzen. Am stärksten trifft das auf junge Leute unter 30 Jahren zu, von denen 60 Prozent auf dem Tablet Zeitung lesen. Auch 60 Prozent aller Befragten meinten, dass ihnen das surfen im Internet mit dem Tablet mehr Spaß macht, als mit dem normalen Heimcomputer. Für 81 Prozent ist das Tablet mittlerweile gar “unverzichtbar” geworden. Am häufigsten wird es aber noch immer zu Hause genutzt. Der Vorteil ist, dass es sich bequemer auf der Couch oder im Bett handhaben lässt, als ein Laptop, weshalb es dort auch von 97 Prozent (Couch), bzw. 75 Prozent (Bett) genutzt wird. Nach neuen Programmen suchen circa zwei Drittel der Besitzer regelmäßig. Dabei werden auch kostenpflichtige Apps herunter geladen, so dass im Schnitt jeder Tablet-Kunde 10 kostenpflichtige Apps besitzt, die einen Gesamt-Preis von über 50 Euro haben. Trotzdem wollen nur die wenigsten für eine Online-Tageszeitung wie die “The Daily” bezahlen.
