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USA: Zahl der Tablet-Besitzer verdoppelt sich über Weihnachten

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In den USA hat sich während der Weihnachtsfeiertage die Zahl der Tablet-Besitzer nahezu verdoppelt. Das wurde im Rahmen einer Studie des Pew Research Center ermittelt. Besaßen Mitte Dezember noch circa 10 Prozent der US-Amerikaner einen Tablet-PC, waren es zum Beginn des neuen Jahres bereits 19 Prozent. Nach Meinung vieler Online-Analysten wächst parallel ebenfalls der E-Book-Vertrieb rasant. Von 18 Prozent im Dezember, auf 29 Prozent im Januar, stieg der Anteil der User, die ihren Tablet-PC auch für das downloaden und lesen von E-Books nutzen. Am beliebtesten sind Tablet-PCs und eBook-Reader bei 30 bis 50-Jährigen, gefolgt von der Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen. Ältere Personen über 50 Jahren nutzen jedoch eher einen eBook-Reader zum lesen von Büchern und Zeitschriften, als einen Tablet-PC. Das enorme Wachstum des eBook-Reader- und Tabletmarktes ist nicht nur auf das Weihnachtsgeschäft zurück zu führen. Positiv bemerkbar machen sich in den letzten Wochen vor allem die durch den Konkurrenzkampf sinkenden Preise der neuen Modelle, durch die sie auch für Normal- und Geringverdiener erschwinglich werden. So gibt es inzwischen Markenprodukte wie das Kindle Fire von Amazon bereits ab 200 US-Dollar zu kaufen. Auch das nächste iPad soll, Gerüchten zufolge, eine preiswertere Version seiner Vorgänger sein.

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Deutsche Buchhandel will eigenen Tablet-PC vermarkten

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Auch der deutsche Buchhandel will jetzt ein eigenes Tablet-PC vermarkten. So haben die beiden Handelsketten Weltbild und Hugendubel jetzt ihren gemeinsam entwickelten Tablet-Computer vorgestellt. Damit hoffen die beiden Unternehmen, gegen das Kindle von Amazon bestehen zu können. Dafür haben sie mit 160 Euro einen recht niedrigen Preis für das neue Tablet angesetzt. Das Tablet ist 8 Zoll groß, wird mit einem 1,2 Gigaherz-Prozessor betrieben und verfügt über 512 MB Arbeitsspeicher, sowie über 4 GB interne Speicherkapazität. Außerdem hat es zwei Kameras und der Speicher kann durch eine MicroSD-Karte noch vergrößert werden. Als Betriebssystem wurde das Android 2.3 installiert. “Diese herausragende Preis-Leistung soll unseren Kunden zeigen, dass wir auch in der digitalen Welt die Nr. 1 sind.”, erklärt der Direktor des Weltbildverlages, Dr. Klaus Driever. Das neue Tablet wird in allen Hugendubel- und Weltbildfilialen, sowie auf den Internetportalen der beiden Unternehmen vertrieben.

Tablet-Nutzer haben keine Lust auf Zeitungsabos

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Zwar verbringen die Nutzer von Tablet-PCs mehr Zeit mit dem Lesen von aktuellen Nachrichten, allerdings sind nur die wenigsten von ihnen bereit, dafür auch zu bezahlen. Dies ermittelte jetzt das Forschungszentrum Pew. Rund elf Prozent aller erwachsenen US-Amerikaner besitzen nach Berechnung des Forschungszentrums bereits einen Tablet-PC. Eineinhalb Stunden pro Tag verbringt jeder Tablet-PC-Benutzer mit dem Lesen von Nachrichten. Dies wurde in einer Umfrage von Pew als die liebst Beschäftigung von Tablet-Besitzern angegeben. Allerdings sind nur circa 14 Prozent aller Tablet-Nutzer bereit, für die gelesenen Nachrichteninhalte auch zu bezahlen. Deshalb nutzen auch nur 21 Prozent der Tablet-Besitzer Apps als Zugang zu Nachrichten. 40 Prozent suchen sich diese lieber selbst über den Browser. 31 Prozent nutzen beide Varianten.

E-Books in Deutschland noch Nischenprodukt

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Noch immer sind E-Books in Deutschland ein reines Nischenprodukt. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK ermittelte, lag im ersten Halbjahr dieses Jahres der Anteil der E-Books am Gesamtumsatz des Buchmarktes in Deutschland bei gerade einmal 0,7 Prozent. Trotz des prozentual geringen Anteils, steigt die Beliebtheit der elektronischen Bücher rasant. Demnach wurden in Deutschland während der ersten sechs Monate rund 1,4 Millionen E-Books gekauft. Das sind circa 60 Prozent mehr, als im gesamten Jahr 2010. 340.000 Deutsche kauften in dieser Zeit mindestens ein E-Book. Die steigende Beliebtheit ist vor allem auf den Erfolg der Tablet-PC zurück zu führen. Diese eignen sich durch ihre Handlichkeit auch zum bequemen lesen längerer Texte. Mit dem steigenden Erfolg der Tablet-Computer erwarten Analysten auch einen größeren E-Book-Absatz für die kommenden Monate. Mit rund 1,5 Millionen weiteren E-Book-Lesern rechnet das Marktforschungsinstitut bis zum Ende dieses Jahres.

E-Books oft günstiger als das “normale” Buch

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Ein Vorteil für Vielleser bietet das Tablet, durch die fast grenzenlos scheinende Speicherkapazität von E-Books. Wer viel liest und sich nicht mit schweren Wälzern abschleppen möchte, für den lohnt sich der Einkauf in E-Book-Shops. Mit einem Tablet-PC lassen sich so fast unbegrenzte Mengen an Büchern handlich transportieren und lesen. Noch ist das Angebot an E-Books nicht konkurrenzfähig mit dem traditionellen Buchhandel. Allerdings steigt die Zahl der E-Book-Titel rapide. Rund 70 Prozent aller Fachbücher und 62 Prozent aller aktuellen Bestseller, werden inzwischen auch als E-Book angeboten. Bei durchschnittlich 28 Prozent liegt die Ersparnis im Vergleich mit Printmedien. Diese ist jedoch noch nicht ausreichend, um die Mehrheit der Buch-Leser zum Wechseln zu bewegen. Dazu kommt, dass einige der E-Book-Shops eine Art Lese-Sperre eingerichtet haben. Demnach kann ein dort gekauftes E-Book nicht unbegrenzt oft gelesen, oder verliehen werden. Berechnet man dies, vor allem bei Fach- und Sachbüchern mit ein, lohnt sich oft eher der Kauf eines “richtigen” Buches. Für die Herausgeber und Verkäufer von E-Books sind diese jedoch eine wahre Goldgrube; schließlich liegen die “Vervielfältigungskosten” eines einmal geschriebenen Buches bei Null.

Amazon plant E-Book-Verleih

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Das Internetkaufhaus Amazon plant E-Books zukünftig auch zu verleihen. Derzeit verhandelt das Unternehmen mit verschiedenen Verlagen über diese Option, wie in der Online-Ausgabe des “Wall Street Journal’s” berichtet wird. Bisher reagieren die Verlage eher skeptisch auf die Idee da sie befürchten, dass ein Verleih den Wert ihrer Bücher schmälern und sie weniger verkaufen würden. Amazon bietet an, nur ältere Ausgaben zu verleihen und die Verlage an der Leihgebühr zu beteiligen. Da der Verkauf von Printmedien durch den Erfolg des Internet leidet, wäre es zumindest eine Möglichkeit, die zu testen sich lohnt. Inzwischen verkauft Amazon in den USA schon mehr E-Books, als gedruckte Bücher – ein Erfolg, der durch das Kindle-Lesegerätes, für das seit Frühjahr auch deutschsprachige Bücher angeboten werden, sicher weiter wachsen wird. Schon durch den günstigeren Vertrieb von E-Books im Vergleich mit Printmedien, werden sich elektronische Bücher langfristig gegen die herkömmlichen, gedruckten Werke durchsetzen.

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