Windows 8.1 lernt aus den gemachten Fehlern
0Microsoft hat ein umfangreiches Update für das noch unbeliebte Betriebssystem Windows 8 angekündigt. Noch in diesem Jahr sollen dadurch nicht nur Fehler und Sicherheitslücken geschlossen werden, auch eine Anpassung der Oberfläche an die Wünsche der Nutzer ist geplant. Wie ein Sprecher des Konzerns mitteilte, reagierte Microsoft damit auf unzählige kritische “Rückmeldung unserer Kunden”. Windows 8 war 2012 als einheitliche Basis für alle Heimcomputer und Tablet-PC entwickelt und vermarktet worden, konnte jedoch den Erwartungen nicht gerecht werden. Viele Nutzer waren irritiert von der völlig neuen und ungewohnten Benutzeroberfläche und dem fehlenden “Start”-Button. Auch auf Tablets und Smartphones überzeugte Windows 8 die Nutzer nicht. Statt dessen schrumpfte der Marktanteil von Microsoft erheblich, so dass der Konzern sich für eine schnelle Umsetzung der geforderten Änderungen entschied. Aktuell liegen die Betriebssysteme iOS von Apple und Android von Google in der Käufergunst vorn.
Blackberry prophezeit Tablet-Ende
0Der Flop des Blackberry-Playbook hat das Unternehmen wohl schwer getroffen. Anders lässt sich nicht erklären, dass Blackberry-Chef Thorsten Heins sich dazu hinreißen ließ, dem Tablet das Ende zu prophezeien. “In fünf Jahren dürfte es keinen Grund mehr geben, ein Tablet zu besitzen”, erklärte Heins in einem Interview gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Tablets hält er für “kein gutes Geschäftsmodell”. Allerdings sprechen die Verkaufszahlen dagegen. Seit der Einführung des ersten iPad vor drei Jahren, ist die Zahl deren Käufer und Nutzer ununterbrochen gestiegen. Tatsächlich hat sich das Tablet als ernsthafte Konkurrenz zum normalen Heim-Computer etabliert. Auch der Erfolg der Zusatzteile für Tablets, wie Ständer und Tastaturen zeigt, dass Tablet-PC allmählich für viele Menschen den herkömmlichen PC ersetzt. Der Smartphone-Pionier Blackberry hat ein wenig zu lange mit der Einführung eines eigenen Tablets gewartet und es nicht geschafft, damit zu überzeugen. Die ‘Prophezeiung’ des Blackberry-Chefs klingt, nicht zuletzt deshalb, eher nach einem missglückten Versuch, den eigenen Misserfolg zu rechtfertigen, als nach objektiver Analyse.
Google löscht Badnews App
0“BadNews” ist eine neuartige Malware, mit der aktuell Android-Nutzer zu kämpfen haben. Es gelang BadNews eine der vielen Sicherheitslücken des Betriebssystems von Google zu nutzen und sich im Play Store einzunisten. In 32 Apps konnte sich die Malware implementieren. Allerdings zu spät für viele Nutzer, da inzwischen schon Millionen Android-Handys infiziert wurden. BadNews greift auf persönliche Daten zu, wie IMEI- und Telefonnummern und versendet gefakte Mails in denen die User aufgefordert werden angebliche Updates herunter zu laden, die sich im Nachhinein als Zahlungspflichtige Software-Abonnements erweisen. Mindestens zwei Millionen Smartphones sollen davon betroffen sein. Wie viele Handy-Besitzer dadurch Schaden genommen haben, ist nicht bekannt. Google veröffentlichte inzwischen, dass die verseuchten Apps komplett aus dem Play Store entfernt worden. Zusätzlich rät Google allen Betroffenen, ihr Handy auf die Werkseinstellung zurück zu setzen.
Apple verzeichnet Gewinnrückgang
0Zum ersten Mal seit beinahe zehn Jahren, musste der Elektronikkonzern Apple einen Rückgang der Gewinne verbuchen. “Nur” 9,5 Milliarden US-Dollar, das entspricht rund 7,3 Milliarden Euro, verdiente der Handyriese im ersten Quartal 2013. Das waren 18 Prozent weniger, als im Vorjahreszeitraum. Allerdings war der Umsatz von Apple zum letzten Quartal 2012 um 4,4 Milliarden, auf 43,6 Milliarden Dollar gestiegen – ein absoluter Rekordumsatz, wie der Apple-Vorstandschef Tim Cook, bei der Bekanntgabe der Zahlen erläuterte. Für die hohen Umsätze sind vorrangig die iPhones und iPads verantwortlich. Auch 2013 hält der iPad- und iPhones-Boom an. Allein an Smartphones wurden zwischen Januar und März dieses Jahres rund 37,4 Millionen Stück verkauft. Weniger verlangt werden dagegen beispielsweise MP3-Player. Das ist allerdings nur zu verständlich, gehören Musik-App doch längst zum Standardprogramm aller Apple-Handys. Auch für Macintosh-Computer sanken die Verkaufszahlen im vergangenen Quartal leicht, um zwei Prozent auf weniger als vier Millionen, was ebenfalls eine normale Reaktion auf das wachsende Tablet-Angebot ist. Tim Cook gibt sich optimistisch und erklärt, dass Apple “viele weitere Innovationen in Arbeit” habe, die im Herbst und 2014 auf den Markt kommen sollen.
Android-Smartphones werden zu selten geupdatet
0Inzwischen interessieren sich nicht nur Datenschützer, sondern auch Bürgerrechtler für das umstrittene Mobilfunkbetriebssystem Android. Die American Civil Liberties Union, kurz Aclu, haben jetzt bei der US-Handelskommission FTC Beschwerde gegen die Android nutzenden Mobilfunkbetreiber T-Mobile, AT&T und Verizon eingelegt. Grund der Beschwerde ist die Nachlässigkeit der beklagten Mobilfunkbetreiber. Diese lassen sich nachweislich unnötig viel Zeit bei der von Google zur Verfügung gestellten Updates, für das Betriebssystem. Android kam aber schon mit sehr großen Sicherheitslücken auf den Markt und deren Nutzer sind auf schnelle Updates angewiesen. Aufgrund der Verzögerung ist es leicht für Hacker, sensible Daten der Android-Nutzer auszuspähen. Als “unfaires und betrügerisches Gebaren” kritisierte die Aclu das Verhalten der Anbieter. 40 Prozent aller Benutzer von Android, haben auf ihren Handys Android-Versionen, die älter als zwei Jahre sind. Nur auf zwei Prozent aller auf Android basierenden Endgeräte, läuft die derzeit aktuelle Version.
Boom vorbei? Stellenstreichung bei Vodafone
0Allmählich zeichnet sich ein Ende des Smartphone-Booms ab. Zwar werden die beliebten neuen Handy-Modelle noch lange das Marktgeschehen bestimmen, doch die Konkurrenz der Anbieter ist inzwischen so groß, dass erste Unternehmen damit beginnen, ihre Ausgaben zu kürzen und einer erwarteten geringeren Nachfrage anzupassen. So streicht derzeit der Handyanbieter Vodafone 500 der 12.000 Stellen in Deutschland und plant, zur Kostensenkung, demnächst etliche weitere Arbeitsbereiche nach Indien und Rumänien auszulagern. In einem Interview mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” erklärte der Vodafone-Chef in Deutschland, Jens Schulte-Bockum, dies wäre eine “unvermeidbare” Entscheidung, um Vodafone für den wachsenden Konkurrenzdruck zu konsolidieren. Ein umfangreiches Sparprogramm soll deshalb innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt werden, wozu eben auch die Auslagerung und komplette Streichung von Arbeitsplätzen zählt. Außerdem senkt das Unternehmen ab sofort die Einstiegsgehälter, für neue Mitarbeiter.
